Werben
 
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Brahmow

Blick in die Brahmower Dorfstraße

 

Niedersorbischer Name: Brama

Einwohner: 79

 

„Auch ein kleines Dorf wie Brahmow hat seine Geschichte. Brahmow liegt 1,5 Kilometer südwestlich von Werben. Der Ort liegt sehr idyllisch, umgeben von einer parkähnlichen Landschaft mit vielen Laubbäumen.

 

Der Ursprung des Ortsnamens ist umstritten. Es gibt zwei Deutungen: Abrahmow – abgeleitet vom Personennamen Abraham. Einer anderen Version nach leitet sich Brahmow vom mittelhochdeutschen ‚Brame’, erhalten mundartlich als ‚Bram’, für ‚Brombeere’ ab. Der Ort hieß 1449 Bramin, 1488 Bramen und 1548 Bramow.

 

Die älteste urkundliche Erwähnung datiert vom Jahre 1449. Damals gehörte das halbe Dorf der Agnes von Lawald. Im Jahre 1500 ist der Junker von Mühlen Herr auf Brahmow. Über 100 Jahre herrschten die Beiden im Dorf. Im Jahre 1617 verkaufte Adam von Mühlen das Gut für 3200 Taler an den Cottbuser Amtshauptmann Wiegand von Hacke. Bald darauf erwarb das Gut der Briesener Gutsherr von Klitzing, der es wiederum im Jahre 1737 an den Baron Friedrich von Vernezobre verkaufte.

 

1807 gehörte das Gut dem Werbener von Weißenfels. Ihm folgten die Werbener von Bomsdorff und von Oetinger. Die letzten in dieser Reihe waren der Oberst von Malachowski und sein Sohn Rittmeister von Malachowski. Der 1945 noch als Restgut vorhandene Besitzstand wurde im Zuge der Bodenreform an die Bauern aufgeteilt.“

 

Guthaus

 

Das alte Brahmower Gutshaus.

 

Das Dorf selbst wurde am 1. Oktober 1938 nach Werben eingemeindet. Ab 1945 war der Ort wieder eigenständig, bevor er am 10. Juni 1950 endgültig Werben zugeschlagen wird.

 

Die Brahmower waren fast ausnahmslos alteingesessene Familien, deren Vorfahren Jahrhunderte den gleichen Hof besaßen. Eine Schule bestand in Brahmow seit 1828. Zuvor wurde reihrum in den Bauernhäusern unterrichtet. Im Jahre 1937 wurde die Schule aufgelöst, weil nur noch 11 Schulkinder vorhanden waren. Eine eigene Kirche und einen Friedhof gab es in Brahmow nicht. Seit jeher gibt es deshalb enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zum Nachbarort Werben. Das hat sich bis heute erhalten.

 

(„Auszug aus „Werben – Geschichte eines Spreewalddorfes“ von Siegfried Ramoth)

 

Gedenkstein

 

 

Der Gedenkstein für die Opfer der Weltkriege.