Die Kirche mitten im Dorf
Unsere Kirche steht seit über 700 Jahren mitten im Dorf. Sie wurde als spätgotischer Backsteinbau für die Christen aus den Dörfern Müschen, Ruben, Werben zuerst ohne Turm und jetzigen Altarraum errichtet. Wir sind stolz darauf, dass sie mit 42 Metern Länge, 12 Metern Breite und 39 Metern Höhe (Turmspitze) als eine der stattlichsten Landkirche der Lausitz gilt. Aus jeder Richtung nach Werben/Wjerbno kommend ist der steinerne, weiß verputze Spitzhelm schon von Weitem zu sehen. Im Innern stammen Barockaltar, Kanzel und schwebender Taufengel aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Auf den Gemälden des Altars sind das Abendmahl, der segnende Christus und die Auferstehung dargestellt; gekrönt wird er von dem Gottesauge im Strahlenkranz. Am Kanzelkorb ist ein Kreuzigungsbild zu sehen.

Wenn Sie nach oben schauen, entdecken Sie die größte Besonderheit unserer Kirche: Die mit Obst, Gemüse und Blumen bemalte Holzbalkendecke. Sie zeugt nach unserem heutigen Verständnis von der Bedeutung des Feldbaus im Spreewald und von dem Wissen, wem man das Gelingen der Arbeit zu verdanken hat, nämlich Gott, dem Schöpfer. Kunsthistorisch betrachtet ist diese Bemalung typisch für eine Festsaalverzierung im Barock.
Die Bemalung wurde in den 1960er Jahren rekonstruiert.

Die Glocken laden uns jeden Tag ein; zum Innehalten mitten im Alltag und sonntags zum Gottesdienst. Unsere Kirche ist ein Ort der Gemeinschaft mit Gott und den Menschen.
(Quellen: „Das Gemüsedorf WERBEN im Wandel eines Jahrhunderts“)
„Evangelische Kirchen zwischen Spree und Neiße“






