Werben
 
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Jugend Werben

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Mobiltelefon (0174) 4922755

Jugendchefin: Jessica Christoph

Vorstandsmitglieder:

 

Aileen Groß

Elisabeth Bandmann (Kassenwartin)

Eric Gayh

Friedrich Sapjatzer

Jessamyn Chmell

Jessica Singh

Johannes Schwarick

Marcel Thums

Marius Richter

Vicky Orthwald.

 

Mitgliederzahl: 60 (Stand: März 2013)

 

Geschichte/Aus dem Jugendleben:

 

„Die Jugend“ ist schon seit Jahrhunderten Bestandteil des kulturellen Dorflebens in unserer Umgebung. Auch in Werben blickt man auf eine lange Tradition zurück. Gezeichnet von den Ereignissen der Geschichte und abhängig von der Teilnahme und dem Einsatz der Mitglieder, liegen heute Jahre mit mal mehr und mal wenig großer Präsenz und Aktivität der Jugend hinter uns.

 

Die Ursprünge der Dorfjugend finden sich in den sogenannten „Spinnstuben“, in denen sich die Jugendlichen früher zum Singen, Tanzen und geselligen Beisammensein trafen.

Alten Kircheneintragungen zufolge, ist von der Fastnacht bereits im 17. Jahrhundert die Rede. Ein genaues Jahr, wann die Jugendfastnacht zum ersten Mal stattfand, ist nicht genau bekannt. Trotzdem legte man sich irgendwann auf das Jahr 1840 fest und so feiern wir im Jahr 2014 bereits die 174. Jugendfastnacht in Werben.

 

Diese hat sich im Laufe der Zeit zu dem Brauch entwickelt, wie wir ihn heute feiern: die Jungen traditionell im dunklen Anzug, mit Krawatte und Hut und die Mädchen in der niedersorbischen Festtagstracht, mit weißer Strumpfhose, schwarzen Schuhen und natürlich mit dem Aushängeschild der Werbener Jugend: der HAUBE. In keinem anderen Dorf findet man einen solch einheitlich Fastnachtszug, bei dem alle Mädchen die Haube tragen.

 

In Werben ist es Brauch, dass die Paare von Jugendchef und Jugendchefin gebildet werden. So weiß keiner der Teilnehmenden vorher, mit wem er die Ehre hat, den Fastnachtstag zu verbringen. Traditionell treffen sich die Mädchen bei „Smalla`s“ und die Jungen im „Stern“. Von dort aus holen die Jungen, begleitet von der Kapelle die Mädchen ab, die sich im Halbkreis vor der Gaststätte versammeln und die Jungen erwarten. Hier darf sich jeder Junge erst einmal frei eine Partnerin wählen, von welcher er dann sein Fastnachtssträußchen ans Rever gesteckt bekommt. Nach ein paar Tanzrunden geht es dann zurück zum „Stern“, wo die richtige Aufstellung der Paare bekannt gegeben wird. Anschließend findet dann der Umzug durch das Dorf, mit gelegentlichen Zwischenstops zum Tanzen und Aufwärmen, statt. Im Anschluss an den Umzug sind die Jungen bei ihrer jeweiligen Partnerin zu Hause zum Abendessen eingeladen. Nach dem Essen geht es zurück zum Tanzen bis in die frühen Morgenstunden. Damit der Winter auch wirklich ausgetrieben wird, wird bereits an zwei Tagen vor der Fastnacht „gezampert“. Dazu zieht die Jugend bunt kostümiert und in musikalischer Begleitung durch das Dorf und sammelt Eier, Speck und Geldspenden.

 

Auch das Maibaumstellen ist in unserer Region tief verwurzelt. In Werben wird der Maibaum von der Jugend traditionell am 01. Mai auf der Dorfaue aufgestellt. Die Mädchen winden am Tag zuvor den Kranz mit Lebensbaumzweigen und verzieren ihn mit ausrangierten Scherpenbändern ihrer Tracht. Nach Jahren motorisierter Unterstützung, haben die Jungen es im Jahr 2013 vollbracht den etwa 20 Meter hohen Baum erstmals wieder per Hand aufzustellen.

 

Das Hahnrupfen ist im Vergleich zur Fastnacht eine junge Tradition in Werben. Die mutigen Jungen, in Werben in weißem Hemd und weißer Hose gekleidet, reiten auf ihren Pferden durch die Pforte und versuchen, nach ein paar Übungsrunden mit „Trostpreisen“, Kopf und Flügel des bereits toten Hahns zu rupfen. Wer es schafft den Kopf zu reißen, dem gebührt der Titel des 1. Erntekönigs. Mit dem Reißen eines Flügels wir der 2. und 3. Erntekönig ermittelt. Die Sieger werden mit je einem Kranz aus Eichenlaub für Reiter und Pferd belohnt. Die Pforte und die Kränze werden von den Mädchen der Jugend zuvor, in teils tagelanger Arbeit, angefertigt. Die Mädchen präsentieren sich am Sonntag des Hahnrupfens in ihrer Festtagstracht, natürlich mit Haube. Sie spornen die Jungen mit Zurufen an und sorgen für gute Stimmung, auch bei den Zuschauern. Am Ende des Tages darf sich jeder Erntekönig noch seine dazugehörige Erntekönigin suchen. Dazu stellen sich die Mädchen im Kreis auf, in deren Mitte der Erntekönig mit verbundenen Augen steht und sich so seine Königin “suchen“ kann. Traditionell wird in Werben dann noch der Hahn, oder das was davon übrig ist, unter den Zuschauern und Besuchern des Festes versteigert.

 

Neben diesen Veranstaltungen trifft sich die Jugend natürlich auch noch zu anderen Ereignissen. So richten wir jährlich das Osterfeuer am Ostersamstag aus, engagieren uns beim 48-Stunden-Projekt der Brandenburger Landjugend und beim Ball der Vereine in Werben, winden Hochzeitspforten für unsere ehemaligen Jugendmitglieder, machen in jedem Jahr einen kleinen Pfingstausflug, nehmen am Umzug des Heimat-und Trachtenfestes des Amtes Burg (Spreewald) und anderen Festen teil und lassen das Jahr mit einer Weihnachtsfeier, bei welcher die neuen Jugendmitglieder offiziell aufgenommen werden, ausklingen.


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