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Mitmenschen schützen – Gemeinsam Gutes tun: Bitte nähen Sie Behelfsmasken!

Werben, den 03.04.2020

Durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) bzw. einer selbst genähten Behelfsmaske kann jeder dazu beitragen, seine Mitmenschen vor dem Corona-Virus zu schützen. Deshalb rufen das Amt Burg (Spreewald) und das MEDICLIN Reha-Zentrum Spreewald auf, Behelfsmasken zu nähen.

 

Das MEDICLIN Reha-Zentrum in Burg (Spreewald) ist mit derzeit 260 Patientinnen und Patienten noch fast ausgelastet. „Wir nehmen nach wie vor Patienten auf, insbesondere in der Neurologie und in der Inneren Medizin/Kardiologie, aber auch in der Orthopädie“, so Katja Wendlandt, Assistentin des kaufmännischen Direktors. Rein aus prophylaktischen Gründen wolle man Patientinnen und Patienten mit Behelfsmasken (sogenannte „Community-Masken“) ausstatten. Auch die Belegschaft solle die Masken in allen Situationen tragen, in denen ein medizinischer Mundschutz nicht notwendig ist, etwa im Hol- und Bringedienst, in der Therapie, beim Patientengespräch etc.

Dass schon ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz das Risiko verringern kann, andere anzustecken, begründet das Robert-Koch-Institut damit, dass die Behelfsmasken „die Geschwindigkeit der Tröpfchen, die durch Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, reduzieren können.“

Nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, bemerkt das auch. Manche Infizierte erkranken gar nicht, könnten den Erreger aber trotzdem ausscheiden. Deshalb könnte das Tragen von Behelfsmasken in der Öffentlichkeit, wo der Sicherheitsabstand nicht immer eingehalten werden kann, z. B. im Bus, im Supermarkt oder ggf. am Arbeitsplatz, dazu beitragen, die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen.

Hingegen gibt es keine Belege dafür, dass eine solche Behelfsmaske den Träger selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt.

 

„Bitte unterstützen Sie uns, und nähen Sie Behelfsmasken für den Schutz unserer Mitmenschen“, ruft Amtsdirektor Tobias Hentschel auf. Das MEDICLIN-Reha-Zentrum benötigt selbst ca. 1.000 Stück. „Sicherlich brauchen aber auch andere Einrichtungen wie Arztpraxen oder das Kinderhaus ‚Pusteblume‘, das im Mai öffnen möchten, diese Behelfsmasken“, ergänzt Katja Wendlandt. Zu beachten ist, dass zur Herstellung ausschließlich Stoffe aus 100 Prozent Baumwolle verwendet werden, um eine Reinigung mit mindestens 60 Grad zu gewährleisten.

Das Reha-Zentrum übernimmt die Kosten für den Materialeinsatz bis maximal 4€/Stück. In begrenzter Menge wird im Amtsgebäude auch geeigneter Stoff erhältlich sein.

Abgeben kann man die Masken

  • im Amtsgebäude in Burg (Spreewald), Hauptstraße 46,
  • im Heimatmuseum in Dissen, Hauptstraße 32
  • in Guhrow bei Bürgermeisterin Kerstin Jaser, Südweg 10

Bitte legen Sie Ihrem Paket unbedingt einen Brief mit Name, Anschrift, Höhe der Materialkosten und Bankverbindung bei.

 

Für die bereits eingegangenen und zukünftig eingehenden Behelfsmasken bedanken sich das MEDICLIN Reha-Zentrum Spreewald und das Amt Burg (Spreewald) sehr herzlich bei allen fleißigen Schneiderinnen und Schneidern.

Vielen Dank und viel Spaß beim Nähen!

 

Verschiedene Näh- und Pflegeanleitungen für Behelf-Mund-Nasen-Schutz gibt es hier:

 

https://www.burdastyle.de/mundschutz_tutorial

https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html

 

Tipps zum Umgang mit einer „Community-Maske“ findet man übrigens auf der Internetseite des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte.

 

Zum Schluss noch ein Hinweis:

 

Auf keinen Fall sollte das Tragen eines MNS oder einer Behelfsmaske dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder Husten- und Niesregeln bzw. die Händehygiene nicht mehr umgesetzt werden.

 

Foto: In den Kitas des Amtes, wie hier in der Kita