Von A wie Altar bis Z wie Zungenpfeife
Meldung aus WerbenGanz unter dem Motto, Wissenswertes erlebbar zu machen, stand die Nacht der offenen Kirchen in der evangelischen Kirche der Spreewaldgemeinde Werben. Traditionell wurden die Türen des Gotteshauses am Abend des Pfingstsonntages geöffnet. Ein Lichtermeer von Kerzen an den Gängen und vor dem Altar verbreitete bereits beim Betreten der Kirche eine besondere Atmosphäre.
Vorbereitet durch den Gemeindekirchenrat wurde den vielen Besuchern eine individuelle Entdeckungstour durch das Haus mit seiner über 700-jährigen Geschichte geboten. Extra für diesen Abend haben Beate Steuer, Elke Hößler und Pfarrer Bernd Puhlmann Schautafeln gestaltet, die viel Informatives zur Herkunft und Bedeutung des Altars, der Kanzel, des Taufengels und der Deckenmalerei beinhalteten.
Insbesondere die Kirchenmusik wurde zum Mittelpunkt des Abends. Neben ausführlichen Informationen zum Posaunenchor der Werbener Kirchengemeinde durch Uwe Taubert konnten die Gäste ein knapp einstündiges Programm an vielfältiger Bläsermusik genießen.
Zum Magneten für besonders Neugierige aller Altersklassen wurden die Ausführungen von René Schultchen rund um die Kirchenorgel. Seit 42 Jahren begleitet die Jehmlich-Orgel jeden Gottesdienst. Unterstützt durch musikalische Einlagen des zehnjährigen „Organisten“ Manuel Schultchen konnten sich die Besucher ein Bild von der Funktionsweise und vom Klang der „Königin der Instrumente“ machen. Wer Lust hatte, warf einen Blick ins Innere der Orgel oder bediente einmal den Blasebalg.
Für Interessierte ist die Kirche mit ihren einmaligen Deckenmalereinen außerdem täglich geöffnet. Als Radwegekirche bietet sie für Radwanderer zusätzlich die Möglichkeit, auf dem Kirchhof eine Rast einzulegen. (R. Schultchen)